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Veranstaltung

Was war, was ist, was sein kann

Was war, was ist, was sein kann
  • Datum: 02. Mai 2025
  • Ort: Hamburg

Im Rahmen des Hakim Monthly 05/2025 wurde das Thema „Trauma und Heilung im Lichte der Neuroplastizität und unserer islamischen Verantwortung" fachlich eingeordnet und interdisziplinär beleuchtet.

Trauma wurde als Überforderung des Nervensystems definiert, die nicht ausschließlich durch belastende Ereignisse entsteht, sondern auch durch das Ausbleiben von Schutz, Bindung und emotionaler Sicherheit in prägenden Lebensphasen. Differenziert dargestellt wurden verschiedene Traumaarten, darunter akutes Trauma, komplexes Trauma, Entwicklungs- und Bindungstrauma, sowie deren Auswirkungen auf Emotionen, Verhalten und körperliche Reaktionen.

Zugleich wurden gegenwärtige gesellschaftliche Dynamiken thematisiert, die potenziell traumafördernd wirken können, etwa Reizüberflutung, familiäre Instabilität oder spirituelle Entwurzelung.

Im Zentrum stand die Neuroplastizität als grundlegendes neurobiologisches Prinzip: das lebenslange Veränderungs- und Anpassungspotenzial des Gehirns. Aus islamischer Perspektive wurde dies als Ausdruck der göttlichen Schöpfungsordnung verstanden. Der Mensch ist nicht statisch, sondern formbar, entwicklungsfähig und heilbar. Dieses Potenzial manifestiert sich in der Fähigkeit des Gehirns, auch nach jahrzehntelanger Prägung neue neuronale Verbindungen zu bilden. Als zentrale Wirkfaktoren wurden Wiederholung, emotionale Tiefe, Konzentration und Achtsamkeit benannt. Zudem wurde die stabilisierende und strukturierende Wirkung des Imān im Sinne neuroplastischer Prozesse hervorgehoben.

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